Zum Thema technisches KnowHow der E-Gitarre hat diese Woche ein ehmaliger Gitarrenschüler / jetzt Wiedereinsteiger um Tipps für seine Fender Stratocaster gebeten.
Er ist mit dem Sound nicht zufrieden, was ist zu tun ?

Es gibt da schon einiges zu tun um den Sound der Wünsche zu finden.
Gut ist es schon mal wenn das Instrument sauber gepflegt ist, die Saiten neu – hier nehme ich 0.11er pure nickel für den Vintagesound.

Das Tremolo geht bei mir nur in eine Richtung zum „entspannen“.
Rückseitig sind alle 5 Stahlfedern montiert.

Auf geraden Saitenverlauf von Brücke zum Sattel achten / die Saiten sollen möglichst exakt über die PickupMagnetPole laufen.
Die Sattelkerben regelmässig mit Graphit / Bleistiftminenstaub einreiben.

Betreff Pickupswechsel erst mal warten, eventuell die ganze Elektronik sorgfältig reinigen, Lötstellen / Kontakte prüfen, Pickuphöhe zu den Saiten einstellen = die Pickupsmagneten nicht zu nah / zu weit vom Saitenkern.
Bei meiner 1966er Fender Jazzmaster sind die originalen Pickups drauf, klingen so wie ichs mag.
Auf der 1991er Stratocaster montierte ich vor 3 Jahren Fender Custom Shop ’54 Strat Pickups.
Klingen eine zarte Nuance runder als die werkseitig montierten Pickups mit etwas mehr Brillianz.
Auf meiner 1978’er Strat sind 2 Japan Pickups und ein später von mir montierter Rockinger Tonabnehmer drauf.
Sound der Japa PU = perlig, der Rockinger klingt in der Halsposition warm / bluesy.

Im Magazin Gitarre & Bass Nr.3/2016 zum Beispiel werden auf Seite 154 interessante Strat Pickups vorgestellt.
Der Pickupwechsel sollte IMO an letzter Stelle bei der Soundsuche stehen, soweit ich weiß besitzst Du eine gute Fender Stratocaster.

Je länger Du übst / spielst desto lockerer entfaltet sich der Ton – entwickelt sich der gewünschte „lange“ Ton.

Gitarren Hals einstellen und solche Dinge macht für mich ein Gitarrenbauer in Ihringen.
Von der Elektrik versteht er wenig, er baut Konzertgitarren.

Wie kommst Du auf Deiner Fender Stratocaster zu Deinem Sound der Wünsche? Schreibe hier im Kommentar!