Gibson und die Les Paul – Geschichte eines Gitarrenklassikers

Im Jahre 1952 wurde die kultige Gitarre Gibson Les Paul erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert.
Seitdem hat das Instrument die Musikwelt nicht nur im Sturm erobert, sondern auch geprägt.
Und über 60 Jahre später übt diese E-Gitarre noch immer auf zahlreiche Musiker auf der ganzen Welt ihren Einfluss aus.

Was hat es mit der Gibson Les Paul auf sich?

Dir Firma Gibson – bis zur ES-150

Im Jahr 1898 bekam Orville H. Gibson das Patent für eine Mandoline mit geschnitzter Decke und Boden, und mit Seiten, die aus einem massiven Stück Holz geschnitten wurden und nicht aus dünnen Streifen gebogen werden,
1902 gründete er mit einigen Geldgebern die Gibson Mandolin-Guitar Manufacturing Co., Limited.

Die Firma Gibson hatte schon nahezu 40 Jahre lang Mandolinen und Gitarren gebaut, bevor sie 1936 die erste elektrische Gitarre auslieferte.
Diese Gitarre hieß ES-150 und wurde von einigen Spitzenmusikern für die damals beste E-Gitarre gehalten.

Gibson Modell ES 150

Gibson P-90 Pickup

Gibson und der P-90 Pickup

Der nächste Schritt vor der Herstellung der Gibson Les Paul  war die Weiterentwicklung des Tonabnehmers.
Seit 1946 gab es den P-90, ein Pickup der Bauform Single Coil (Einzelspuler oder Einspuler).
Er hatte ein größeres Volumen als andere Einzelspuler, und daher klingt er etwas voller als ein Pickup von z.B. Fender.

Die Gibson Les Paul entsteht

Mittlerweile, seit etwa 1941, hatte der Musiker und Technikfreak Les Paul (Originalname Lester William Polfuss) den Prototyp der Solidbody-E-Gitarre entworfen und gebaut, den „Block“.
Diese Gitarre, ohne F-Loch und aus einem Stück Holz gefertigt, sollte später weltweite Berühmtheit erlangen.
Vorteile gegenüber den herkömmlichen Gitarren waren mehr Sustain, also längerer Klang, und nicht so viel Rückkopplung wie bei den damals üblichen Gitarrenvarianten.
Nachteil, entsprechend der damaligen Auffassung, war das Design.

In den Jahren 1950 bis 1966 hieß der Chef von Gibson Ted McCarty.
Er war jedoch kein gewöhnlicher Firmenchef, welcher sich nur mit dem Marketing und den Bilanzen beschäftigte.
Er war sowohl Ingenieur als auch Betriebswirtschaftler und hatte somit zwei Abschlüsse in der Tasche.
Ging es um das Gitarrendesign, so legte McCarty auch gerne mal selbst Hand an.

Les Paul hatte seine Solid-Body Gitarre der Firma Gibson angeboten, und Anfang der 1950er Jahre kam es zur Zusammenarbeit.
Leo Fender hatte mittlerweile eine SolidBody Gitarre auf den Markt gebracht die sich verkaufen ließ.
Also brauchten auch die Leute von Gibson nun eine solche E-Gitarre in ihrem Programm.
Daher machten sich McCarty und Les Paul an die Arbeit.
1952 brachte man mit als Ergebnis das Les Paul Modell auf den Markt.
Gibson und die Les Paul kommten zu einer Erfolgsgeschichte werden.

lesPaul1952

Die LesPaul1952 (Retrofoto)

Die (Massivholz) Solidbody-Gitarre „Les Paul“ wird von ihren Fans oft auch einfach  „Paula“ genannt,
Bald wurde sie in vier Modellreihen hergestellt und verkauft:
– Junior,
– Special,
– Standard und
– Custom.
Alle sind Klassiker geworden und gehören im Bereich E-Gitarren bestimmt zu den drei bekanntesten und meistverkauften Modellen der Musikgeschichte.

Erzähle uns, was Du zusätzlich über die "Paula" weißt!

Weißt Du etwas zu sagen über Gibson und die Les Paul

  • die gewölbte Decke,
  • den P90-Single Coil Tonabnehmer oder den folgenden Humbucker,
  • bekannte Gitarristen, welche die Les Paul bevorzugten,
  • Baumerkmale im Unterschied zu anderen Gitarren,
  • Klangbeschreibungen
  • oder was auch immer..

dann teile uns das bitte hier unten im Kommentarabschnitt mit.